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Pressespiegel zum Thema Film & Kino

Pressespiegel vom Sonntag, den 05. September 2010 

Beim Filmfestival Venedig ist das Komödienfieber ausgebrochen, stellt Jan Schulz-Ojala (TSP) fest und schaut auf Kotzbrocken sowie Kümmerlinge. Über die Leere der wahren Empfindung schreibt Michael Althen (FAZ). Auf Löwinnen schaut Felicia Kleiner (FD-BLOG). Über Menschen im Hotel, die schön, reich und gelangweilt dahinleben, schreibt Rüdiger Suchsland (FILMGAZETTE).

Besprochene Filme
SOMEWHERE (film-zeit Trailer: SOMEWHERE) von Sofia Coppola
POTICHE von Francois Ozon
LE BRUIT DES GLACONS von Bertrand Blier
MEEK´S CUTOFF von Kelly Reichardt
LA PASSIONE von Carlo Mazzacurati

 

Der Zeitgeist hat sich gewandelt: Kinohelden zeigen Schwächen und sehnen sich nach Familie – heute ist "authentisch" in, glaubt Caroline Fetscher (TSP) und schreibt über das Ende der Coolness.

 

Acht Minuten extra: Der zweite Start von AVATAR (film-zeit Trailer: AVATAR) zielt auf Vertiefung der Pandora-Welt. Gleichzeitig kritisiert Regisseur James Cameron die billigen Effekte anderer 3D-Filme. Er will Marktdominanz mit einem Kino neuer Art. Bert Rebhandl (FAZ) beleuchtet die Hintergründe.

 

Sie sind jung, talentiert und hochmotiviert – in Berlin wurde Deutschlands Filmnachwuchs mit dem "First Steps Award" ausgezeichnet. Die FAZ hat ein Video dazu.

 

Raquel Welch war eines der großen Sexsymbole des europäischen und amerikanischen Films – jetzt wird die Amerikanerin 70. Die WELT verweist darauf.

 

Mit Shoah-Filmen schrieb Claude Lanzmann Geschichte – in seinen Memoiren kommt auch das Liebesleben nicht zu kurz. Peter Stephan Jungk (WELT) hat sie gelesen. Ein Mann, ein Buch, ein Jahrhundert: Claude Lanzmanns monumentale Erinnerungen hat auch Georg Dotzauer (TSP) gelesen.

 

Patrick Wildermann (TSP) gratuliert Dieter Hallervorden zum 75. Geburtstag.

 

DVD-Tipp: In den Erzählungen der vier Jahreszeiten folgt Eric Rohmer den verschlungenen, verführerischen und manchmal ziemlich rätselhaften Wegen der Liebe. Anke Leweke (ZEIT) hat sich die DVD angeschaut.

Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2010

DER STRURM - Bester Film

STURM "hat seine kleineren Unebenheiten, er braucht mehr erklärende, bisweilen didaktische Dialoge, als man von Schmid gewohnt ist, aber er stolpert nie in die Falle von Gratismoral und empörtem Gutmenschentum. Hans-Christian Schmid ist eben auch ein Skeptiker, dem es mehr um Klarheit als um die eine moralische Wahrheit geht."
Peter Körte, FAZ, 09.02.2009

Pressespiegel vom Samstag, den 04. September 2010 

Japan lächelt, Palästina blamiert sich, stellt Michael Althen (FAZ) fest. Tobias Kniebe (SZ) entdeckte mit SOMEWHERE (film-zeit Trailer: SOMEWHERE) ein weiteres Meisterwerk von Sofia Coppola; auch für Peter Zander (WELT) ist dies das erste Glanzlicht. Zwei unterschiedliche Arten von politischem Kino sah Cristina Nord (TAZ). Dagegen verweist Jan Schulz-Ojala (TSP) auf zwei intime Filme, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Selten sah Susanne Ostwald (NZZ) am Lido in so kurzer Zeit so viele interessante Filme. Existenzielle Leere und bodenlose Trauer hat Florian Keller (TZ) ausgemacht. Über Hollywood im Schmuddellook schreibt Peter Claus (GETIDAN). Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs interessierten Rüdiger Suchsland (FILMGAZETTE).

John Woo ist bei den Filmfestspielen in Venedig für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden; die PRESSE erwähnt es kurz. Er ist nicht nur ein Ballettmeister des Actionkinos, dessen Inszenierungsstil östliche wie westliche Filmemacher beeinflusst hat, sondern auch ein großer Kinoerzähler, schreibt Felicitas Kleiner (FD-BLOG).

Besprochene Filme
SOMEWHERE (film-zeit Trailer: SOMEWHERE) von Sofia Coppola
MIRAL von Julian Schnabel
NORWEGIAN WOOD von Tran Anh Hung
MACHETE von Robert Rodriguez

 

Welcher jüngere deutsche Schauspieler hat schon alles gespielt und soll noch alles spielen? Und zwar so, dass man ihn kennt in der Welt? Da fällt Willi Winkler (SZ) mit Mario Adorf eigentlich nur einer ein - und der wird 80.

 

Trommelwirbel, Sprung aus der Torte und als Geschenk eine Flasche Pommes und ein lautes Palim-Palim: Dieter Hallervorden, der in den 1970er Jahren als Slapstick-Künstler mit "Nonstop-Nonsens" Einschaltquoten von über 50 Prozent erreichte, wird an diesem Sonntag 75 Jahre alt. Die SZ bietet eine Bildergalerie. Jan Freitag (ND) hat den Berliner Schauspieler zum Interview getroffen.

 

Claus Löser (TAZ) schreibt über die Geschichte der DDR in einem Zensurfall: der wiederentdeckte Film DIE TAUBE AUF DEM DACH.

 

Jesus goes Bollywood: Für dreißig Millionen Dollar soll ein indischer Spielfilm über die Kindheit Jesu gedreht werden. Die WELT berichtet.

 

Der deutsche Schauspieler André Eisermann spielt in Wien in "Cabaret". Ein Gespräch mit ihm führt Christina Böck (PRESSE) über Sex auf der Bühne und eine Kindheit auf Jahrmärkten.

 

Gérard Depardieu und Juliette Binoche streiten sich öffentlich. Die WELT erklärt, worum es geht.

 

Auch in diesem Jahr wird wieder ein Naturfilm mit dem mit 5000 Euro dotierten Heinz Sielmann Filmpreis ausgezeichnet. Der TSP verweist darauf.

 

DVD-Tipp: Andrea Hanna Hünniger (ZEIT) schaut auf die DVD-Box zum Langzeitprojekt DIE KINDER VON GOLZOW. Daniel Bickermann (SCHNITT) sah VENEGANCE von Johnnie To.

 

WEB-Funde: Tamar Noort (SCHNITT) bespricht die Liebeskomödie VERLOBUNG AUF UMWEGEN (film-zeit Trailer: VERLOBUNG AUF UMWEGEN). Oliver Baumgarten (SCHNITT) hat ein Buch über Romuald Karmakar gelesen. FILMSPRUNG beschäftigt sich mit SCHLAF von Claudius Gentinetta und Frank Braun. BUTTKICKINGBABES schaut auf den Kracher OPERATION: ENDGAME. GUNNARGELLER stellt die Kinofilme der Woche vor.

Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2010

DIE FREMDE - Bester Film

Die Regisseurin "mischt sentimentale, pathetische und alltägliche, berlinerisch-türkische Tonlagen und beobachtet die grausame Auseinandersetzung zwischen individuellem Glück und sozialer Norm aus der Innenperspektive. Sie stellt also weniger den Wert der traditionellen Familie in Frage als vielmehr die traditionellen Werte der Familie."
Alexandra Seitz, Berliner Zeitung, 20.02.2010

Pressespiegel vom Freitag, den 03. September 2010 

Michael Althen (FAZ) sah eine explosive Mischung am Eröffnungsabend. Das Filmfestival Venedig kam laut Daniel Kothenschulte (FR) zu einer nahezu einhellig umjubelten Festivaleröffnung. Für Thomas Abeltshauser (RAY) ging es laut und blutig zu. Bisher flau, lau, mau findet Peter Claus (GETIDAN) das Festival. Prinzessinnenkleider und Schwanenhaut hat Isabella Reicher (STANDARD) ausgemacht.

Besprochene Filme
BLACK SWAN (film-zeit Trailer: BLACK SWAN) von Darren Aronofsky
MIRAL von Julian Schnabel
MACHETE von Robert Rodriguez
DIE SCHLAFENDE SCHÖNE von Catherine Breillat
HAPPY FEW von Antony Cordier

 

Monatelang war der iranische Regisseur Jafar Panahi im berüchtigten Evin-Gefängnis inhaftiert. Jetzt kam er frei – und redet mit Natasha Raiss (WELT).

 

42 Jahre war Christiane Kubrick glücklich mit dem Regie-Genie Stanley Kubrick verheiratet. Nach seinem Tod verlor sie auch ihre zwei Töchter. Wie lebt man danach weiter, fragt sich Jon Ronson (FREITAG).

 

Im wirklichen Leben ist Jasmin Tabatabai viel kleiner und zierlicher als man sie von Bildern kennt. Mit der BLZ redet die Schauspielerin über ihr gerade erschiendes Buch.

 

Der international gefeierte Dokfilm von Jean-Stéphane Bron zerrt Investmentbanken auf die Anklagebank. Der Schweizer spricht mit Philippe Zweifel (TZ) über Schuld, Macht und die Verbindung zwischen Wallstreet und Bahnhofstrasse.

 

WEB-Funde: Robert Zimmermann (CRITIC) bespricht ZARTE PARASITEN (film-zeit Trailer: ZARTE PARASITEN). Eleonóra Szemerey (SCHNITT) sah bereits RÜCKKEHR ANS MEER. SENNHAUSER und FILMSPRUNG verweisen auf die Kinostarts der Woche. BUTTKICKINGBABES war wieder auf dem Fantasy Filmfes unterwegs und bespricht TONY von Gerard Johnson.

Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2010

DIE FREMDE - Bester Film

Die Regisseurin "mischt sentimentale, pathetische und alltägliche, berlinerisch-türkische Tonlagen und beobachtet die grausame Auseinandersetzung zwischen individuellem Glück und sozialer Norm aus der Innenperspektive. Sie stellt also weniger den Wert der traditionellen Familie in Frage als vielmehr die traditionellen Werte der Familie."
Alexandra Seitz, Berliner Zeitung, 20.02.2010

Pressespiegel vom Donnerstag, den 02. September 2010 

Die letzten Reste von bürgerlichem Kunstdünkel sind abgetragen, alle sind total entspannt: Das 67. Filmfestival Venedig ist eröffnet - experimentell wie nie, findet Tobias Kniebe (SZ). Laut Peter Zander (WELT) spaltete der Eröffnungsfilm BLACK SWAN (film-zeit Trailer: BLACK SWAN) das Fachpublikum in klare Buh- und Jubelfraktionen. Die Königin der Mostra kam auf Zehenspitzen, wie Florian Keller (TZ) schreibt. Christoph Huber (PRESSE) sah einen sterbenden Schwan im Sexwahn. Etwas Moribundes liegt über den Anfängen der 67. Mostra, findet Jan Schulz-Ojala (TSP). Robust – das ist laut Peter Klaus (GETIDAN) bisher das entscheidende Stichwort für das Festivalprogramm. Der gestrige Eröffnungsabend gehörte gleich drei Filmen, die mit Action, Blut und Schockmomenten nicht geizten, wie Cristina Nord (TAZ) feststellt. Das legendäre Hotel Des Bains ist zu, das Festival erfindet sich neu, wie Katja Nicodemus (ZEIT) erwähnt. Die 67.Film-Biennale beginnt auch für Rüdiger Suchsland (FILMGAZETTE) zwischen Schutt und Baustellen. Das Wettbewerbsprogramm ist pure Verheißung für Jan Schulz-Ojala (TSP). Natalie Portman, Robert Rodriguez, Sofia Coppola und die Gebrüder Affleck werden in Venedig von Florian Keller (TZ) erwartet.

Besprochene Filme
BLACK SWAN (film-zeit Trailer: BLACK SWAN) von Darren Aronofsky

 

Riesenbaby und Nerd: Jay Baruchel gehört zu den jungen Erfolgstypen in Hollywood. Patrick Heidmann (BLZ) porträtiert ihn. Ab heute ist er in DUELL DER MAGIER (film-zeit Trailer: DUELL DER MAGIER) zu sehen.

 

Der kanadische Regisseur James Cameron plant zwei weitere Folgen von AVATAR (film-zeit Trailer: AVATAR); außerdem arbeitet er an einer dreidimensionalen Fassung seines Bestsellers TITANIC. Die WELT meldet die Nachricht, ebenso wie der STANDARD und die PRESSE.

 

Der türkische Regisseur Semih Kaplanoglu erzählt in seinem auf der Berlinale prämierten Film BAL - HONIG (film-zeit Trailer: BAL - HONIG) von einer innigen Vater-Sohn-Beziehung, wie Dominik Kamalzadeh (STANDARD) schreibt. Ab nächster Woche ist der Film in den deutschen Kinos zu sehen.

 

Spike Lee setzt seine Dokumentation des im Stich gelassenen New Orleans fort - im Fernsehen, wie Sebastian Moll (BLZ) weiß.

 

FIGHT CLUB-Regisseur David Fincher hat den Aufstieg von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verfilmt. Das filmische Porträt THE SOCIAL NETWORK (film-zeit Trailer: THE SOCIAL NETWORK) fällt wenig schmeichelhaft aus, wie der TZ findet.

 

Ralf Schenk (BLZ) schreibt über neues chilenisches Kino zwischen Sozialstudie und Pinochet-Komödie. Pablo Larrains Film TONY MANERO von 2008 handelt von einem Mörder, der ein Produkt der Pinochet-Diktatur ist; das Arsenal zeigt ihn inmitten einer ganzen Reihe von neuen chilenischen Filmen, von denen Ekkehard Knörer (TAZ) einige vorstellt.

 

Die Fotografie verbindet man mit dem stehenden Bild. Dem gegenüber steht eine selten beachtete, aber reizvolle Kunstform: der Fotofilm. Marc Peschke (TAZ) hat darüber ein Buch gelesen.

 

Filme aus dem Archiv hat Lars Penning (TAZ) gesichtet. Nicht jeder liebt Popcornknabbern mit Brille, wie Silvia Hallensleben (TSP) weiß.

 

Die US-Schauspielerin Raquel Welch feiert diese Woche ihren 70. Geburtstag. Ihren Ruhm verdankt sie einem legendären Auftritt als Höhlenmädchen. Der TZ verweist darauf.

 

DVD-Tipps: Bilder aus der Zwischenwelt empfiehlt Ralf Schenk (BLZ): Es sind DVDs zu OSTKREUZ und den Film WEGE IN DIE NACHT erschienen. Gunnar Decker (ND) schaut auf den DDR-TV-Klassiker WEGE ÜBERS LAND. Dietrich Brüggemann (SCHNITT) hat sich CELL 211 angeschaut. Den Trickfilm-Klassiker Die Welt in 10 Millionen Jahren von Ralph Bakshi sah Stefan Höltgen (F.LM).

 

WEB-Funde: In Zusammenarbeit mit dem Schüren Verlag präsentieren CRITIC Textfragmente der Fotografin und Filmemacherin Agnès Varda. Henryk Goldberg (GETIDAN) hat SALT gesehen. Filmtipps für das Fantasy Filmfest gibt Thomas Willmann (ARTECHOCK). Auf WIEISTDERFILM gibt es eine Kritik zu THE EXPENDABLES (film-zeit Trailer: THE EXPENDABLES).

Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2010

DIE FREMDE - Bester Film

Die Regisseurin "mischt sentimentale, pathetische und alltägliche, berlinerisch-türkische Tonlagen und beobachtet die grausame Auseinandersetzung zwischen individuellem Glück und sozialer Norm aus der Innenperspektive. Sie stellt also weniger den Wert der traditionellen Familie in Frage als vielmehr die traditionellen Werte der Familie."
Alexandra Seitz, Berliner Zeitung, 20.02.2010



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