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Pressespiegel zum Thema Film & Kino

Pressespiegel vom Dienstag, den 09. Februar 2010 

Die Berlinale versammelt von Donnerstag an die Filmliebhaber aus aller Welt. Doch gibt es über solche Festivals hinaus noch das Gefühl, im Kino etwas Besonderes zu sehen? Wo alle Filme im Netz oder auf DVD bereitstehen, steht das Kino vor seiner größten Herausforderung, wie Michael Althen (FAZ) schreibt. Das Forum Expanded testet die Grenzen zwischen Film und Kunst aus, wie Sebastian Preuss (BLZ) herausgefunden hat. In den 1980er Jahren holte Renate Krössner den Silbernen Bären in die DDR, wie sich Andreas Kurtz (BLZ) erinnert. Die 60-jährige Geschichte der Berlinale ist reich an Skandalen und Skandälchen. Der TZ lässt die aufregendsten Momente der Festivalgeschichte Revue passieren.

Andreas Conrad (TSP) singt das Hohelied der Berlinale-Warteschlange. Schon am Mittag meldete die Kasse: Die ersten Filme sind ausverkauft; Andreas Conrad (TSP) berichtet.

Berlinale in Blogs
Neben dem Geburtstagskalender beim FESTIVALBLOG gibt es auch bereits eine Kritik zum Forumsfilm La belle visite von Jean-Francois Caissy, geschrieben von Tiziana Zugaro (FESTIVALBLOG). RATIONALGALERIE hat bereits den Film des Irakers Mohamed Al-Daradji SON OF BABYLON gesehen. DIRTYLAUDRY empfiehlt Filme der Berlinale in 3 Kategorien: Hinsehen, Mal sehen, Wegsehen.

 

Der Modemacher Tom Ford kredenzt mit seinem Debütfilm A SINGLE MAN (film-zeit Trailer: A SINGLE MAN) wunderschönes schwules Retrokino zum Durchweinen – mit einem überragenden Colin Firth in der Hauptrolle. Simone Meier (TZ) ist begeistert.

 

Der Animationsfilm OBEN (film-zeit Trailer: OBEN) aus der Trickfilmschmiede Pixar hat am Wochenende bei der Verleihung der "Annie Awards" die wichtigsten Trophäen abgeräumt. Der TZ berichtet.

 

Wenn die Stars in die Tasten greifen, bleibt Klaviertechniker Stefan Knüpfer im Verborgenen, der Film PIANOMANIA zeigt seine Arbeit und Daniel Ender (STANDARD) hat ihn gesehen.

 

Der SPIEGEL veröffentlicht die Box Office-Ergebnisse der letzten Woche: In Deutschland liegt nach wie vor AVATAR (film-zeit Trailer: AVATAR) ganz vorn, in den USA musste er den Spitzenplatz räumen und sich einer Romanze geschlagen geben. Die WELT, die PRESSE und der STANDARD berichten ebenfalls. FILMSPRUNG nennt ebenfalls die Kassenergebnisse.

 

Unbekanntes oder Übersehenes gehört zur Programmatik des Internationalen Filmfestivals in Rotterdam. Die 39. Ausgabe hatte unter anderem einen Afrika-Schwerpunkt, wie Isabella Reicher (TAZ) bilanziert.

 

Der Deutsche Hörbuchpreis geht in diesem Jahr unter anderem an Alexander Kluge, wie die FR berichtet.

 

Brad Pitt und Angelina Jolie wollen eine britische Klatschzeitung wegen der Verbreitung falscher Trennungsgerüchte verklagen, meldet die WELT.

 

Eine Serie von Panikattacken von jugendlichen Kinobesuchern bei während des Horrofilms PARANORMAL ACTIVITY (film-zeit Trailer: PARANORMAL ACTIVITY) hat in Italien Verbraucherschützer auf den Plan gerufen. Die WELT berichtet.

 

WEB-Funde: CRITIC bespricht den mehrfach prämierten Film SCHWERKRAFT; Kinostart 23. März. Laut FILMSPRUNG gibt es bei der kommenden Oscar-Verleihung Humor.

Favoriten für den Oscar 2010

Bester Auslandsfilm - DAS WEISSE BAND von Michael Haneke

Mit hoher historischer Genauigkeit hat Haneke einen Film über die autoritäre Gesellschaft gemacht. Es ist eine Welt, wie sie - für die Stadt und für andere Klassen - Schnitzler, Thomas Mann, Bernhard von Brentano und viele andere beschrieben haben, nur noch etwas strenger und repressiver.
Rüdiger Suchsland, telepolis, 23.05.2009

Pressespiegel vom Montag, den 08. Februar 2010 

Berlinale-Direktor Dieter Kosslick spricht im Interview mit Dieter Oßwald (STANDARD) über die 60. Berlinale.

Auf der 60. Berlinale wird Hannah Schygulla ausgezeichnet. Für die Zukunft wünscht sie sich mehr gute Rollen, zum Beispiel liebende, geheimnisvolle Omas, wie Joseph Hanimann (FAZ) herausgefunden hat. Weitere Gesichter der Berlinale veröffentlicht die FAZ.

Ein großes Berlinale-Special bringt der TSP. Über den wilden Finne Aki Kaurismäki und seine Festivalkarriere schreibt Jan Schulz-Ojala (TSP). Jutta Voigt (TSP) erlebte als DDR-Reporterin die Berlinale: Kein Westgeld, dafür Essenscoupons. Keine Stars, aber schicke Toiletten. Erst seit 1978 findet die Berlinale im Winter statt – und schaffte es damit, ein echtes Publikumsfestival zu werden, wie Susanne Kippenberger (TSP) feststellt. Jan Schulz-Ojala (TSP) erinnert an Rambospiel der Berlinale. Andreas Conrad (TSP) verrät, an wen der erste Goldene Bär ging und wen das Publikum besser fand. Andreas Conrad (TSP) blickt auf die unwürdigen Szenen der 1. Berlinale. Der Teddy Award, der einzige schwul-lesbische Filmpreis auf einem A-Festival, hat sich über die Jahre zu einem widersprüchlichen Spektakel entwickelt; der TSP porträtiert seine Geschichte. Als der Kalte Krieg noch eisig war, fand das Festival ohne Osteuropa statt, 24 Jahre lang, wie sich der TSP erinnert. Festivalmacher fliegen ständig um die Welt; sie gucken unendlich viele Filme, nur die Sonne sehen sie nie - zehn Geschichten von unterwegs veröffentlicht der TSP.

Hanns-Georg Rodek, Harald Peters und Tim Ackermann (WELT) schreiben ebenfalls über 60 Jahre Berlinale: Die Filme, die Stars, die Skandale.

Fritz Langs METROPOLIS galt als hoffnungslos zerstückelt. Das jetzt eine lange Fassung des Kultfilms auf der 60. Berlinale gezeigt werden kann, ist auch einem schmerzenden Daumen zu verdanken, wie Susan Vahabzadeh (SZ) festhält.

CRITIC bietet diverse Berlinale-Empfehlungen und eine Berlinale-Vorschau.

 

Bruce Willis, Michael Douglas, John Travolta - die Altersdiskriminierung in Hollywood trifft jetzt auch Männer. Meist bleibt den Stars nichts mehr zu tun außer peinliche B-Movies zu drehen. Doch es gibt Ausnahmen: Wer seine Seniorenrolle annimmt, erlebt den zweiten Frühling, wie Daniel Sander (SPIEGEL) behauptet.

 

Peter Jackson verfilmt Alice Sebolds Romanbestseller IN MEINEM HIMMEL (film-zeit Trailer: IN MEINEM HIMMEL) als farbenfrohes Fantasy-Spektakel mit Krimielementen: Dabei gelingt ihm laut Harald Peters (WELT) eine Leichtigkeit und Eleganz, die selbst die kitschigen Momente vergessen macht.

 

In INVICTUS - UNBEZWUNGEN (film-zeit Trailer: INVICTUS - UNBEZWUNGEN) von Clint Eastwood spielt der 72-jährige Morgan Freeman den nicht weniger charismatischen Nelson Mandela. Der Schauspieler spricht mit Christoph Schneider (TZ) über grosse Figuren, den Rassismus und was ihn künstlerisch noch lockt.

 

Oscar-Preisträger Benicio del Toro spricht mit Jörg Schindler (FR) über sinnstiftende Horrorfilme, die Angst zu versagen und die Kunst des Nuschelns. Ab Donnerstag ist er in dem Horrorstreifen THE WOLFMAN (film-zeit Trailer: THE WOLFMAN) zu sehen.

 

Das renommierte Jewish Film Festival Berlin steht vor dem Aus. Vor kurzem noch "eine Perle" des Berliner Kulturbetriebs, droht es jetzt weggespart zu werden. Henryk M. Broder (SPIEGEL) ist entsetzt.

 

Spurensuche in der Vergangenheit - das 39. Filmfestival Rotterdam setzte kluge Ergänzungen zur Kinogegenwart, wie Isabella Reicher (STANDARD) findet. Europas viertwichtigstes Kinoereignis spiegelte das Dilemma des Festivalzirkus: Ein unersetzlicher Branchentreff ohne Konkurrenzdruck und Promotionwahn, aber mit wachsendem Identitätsproblem, schreibt Christoph Huber (PRESSE). Außerdem schaut Christoph Huber (PRESSE) dort auf die Zukunft des Kinos: Alfred Hitchcocks Thriller BEI ANRUF MORD war ursprünglich in 3-D gedacht.

 

Einmal im Jahr bittet Robert Redford zu seinem Sundance Filmfestival ins verschneite Park City nach Utah, wo sich der unabhängige amerikanische Film längst durch die Industrie vereinnahmt sieht. Da helfen auch die wiederholten Aufrufe zur Revolution nicht weiter, wie Harlan Jacobson (FAZ) berichtet.

 

Viele Prominente in Hollywood sind Mitglieder von Scientology. Jetzt steigen die Ersten aus, wie Frank Nordhausen (FR) berichtet.

 

Hollywoodschauspieler Leonardo DiCaprio hat in den 80er-Jahren an einem Tanzwettbewerb in der deutschen Provinz teilgenommen. Die WELT ist begeistert.

 

Unbekannte Fotos von Marilyn Monroe sind aufgetaucht. Die WELT freut's.

 

Popstar Justin Timberlake durfte in den ehrenwerten Hallen der Harvard-Universität den "Hasty Pudding"-Preis für sein Lebenswerk entgegennehmen. Der SPIEGEL berichtet.

 

Elena Senft (TSP) ist vom Kino traumatisiert. Hartmut Wewetzer (TSP) fahndet nach guten Nachrichten in der Medizin Heute und titelt: Irre im Kino. Jan Oberländer (TSP) erinnert sich an Kung Fu und Pekingente um Mitternacht, an eine Hongkong-Reihe.

 

DVD-Tipp: Claudius Seidl (FAZ) verweist auf die neue F.A.Z.-Filmedition "Momente des deutschen Films". Auf die romantische Frühzeit der Raketen schaut Andreas Kilb (FAZ) und den Film DIE FRAU IM MOND von Fritz Lang.

 

WEB-Funde: Frédéric Jaeger (CRITIC) sah bereits die Bestsellerverfilmung PERCY JACKSON - DIEBE IM OLYMP (film-zeit Trailer: PERCY JACKSON - DIEBE IM OLYMP). Stefan Höltgen (F.LM) hat BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN (film-zeit Trailer: BAD LIEUTENANT - COP OHNE GEWISSEN) von Werner Herzog gesehen, Oliver Nöding (F.LM) den Film THE HOUSE OF THE DEVIL von Ti West. FILMSPRUNG hat sich mit SPREAD von David Mackenzie beschäftigt. BUTTKICKINGBABES schaut auf LOFT. Nikolaus Perneczky (CARGO) berichtet von der Transmediale. Bushido-Fans sollen seinen Film ZEITEN ÄNDERN DICH (film-zeit Trailer: ZEITEN ÄNDERN DICH) bei imdb besser bewerten, um den "Hatern" gegenzuhalten, wie Thomas Pany (TELEPOLIS) herausgefunden hat. Auf dem VISUALBLOG bespricht Timo Mayer zwei Filme, die er auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis 2010 sah: AUF DER ANDEREN SEITE DER LEINWAND und DAS LEBEN IST KEIN HEIMSPIEL.

Favoriten für den Oscar 2010

Bester Hauptdarsteller - Morgan Freeman für INVICTUS

Morgan Freeman überzeugt mit seinen schauspielerischen Höchstleistungen in den verschiedensten Rollen in unterschiedlichsten Genres und gehört unumstritten zu den stärksten Schauspielern Hollywoods und könnte nun in Gestalt von Nelson Mandela den Oscar gewinnen.

Pressespiegel vom Freitag, den 05. Februar 2010 

Das US-Magazin "Empire" hat per Umfrage die schlechtesten Filme aller Zeiten eruiert. Und siehe da: Strahlemann George Clooney ist für den grössten Flop verantwortlich. Der TZ berichtet.

 

Regisseur Philippe Lioret spricht mit Gerhard Midding (BLZ) über Frankreichs Migrationspolitik und seinen Film WELCOME (film-zeit Trailer: WELCOME).

 

Der SPIEGEL empfiehlt Mel Gibson nicht zu ärgern.

 

Der Filmregisseur Roy Andersson wird mit dem zweiten schwedischen Leninpreis für seine "Eigensinnigkeit" ausgezeichnet. Das ND freut sich darüber.

 

Über den Tod der jungen US-Schauspielerin Brittany Murphy wurde bereits wild spekuliert. Nun ist die wahre Todesursache bekannt: Die 32-Jährige ist an einer Lungenentzündung gestorben, wie die WELT meldet.

 

WEB-Funde: SENNHAUSER verweist auf die Unverpassbaren der Woche. FILMSPRUNG hat bereits PERCY JACKSON - DIEBE IM OLYMP (film-zeit Trailer: PERCY JACKSON - DIEBE IM OLYMP) gesehen.

Favoriten für den Oscar 2010

THE HURT LOCKER von Kathryn Bigelow

Natürlich ist das Entschärfen von Bomben, während der Zeitzünder tickt, ohnehin Kino pur, aber Bigelow versteht es, eine visuelle Energie zu entfesseln, die dem zum Chaos neigenden Genre des Kriegsfilms zur Abwechslung einmal mit handwerklicher Präzision begegnet.
Michael Althen in der FAZ



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